KlassikKonzerte

5. Sinfoniekonzert des SST (2021/22) – Stürme und Schatten

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Vom trojanischen Pferd bis zur Gründung Roms ist es ein weiter Weg; Hector Berlioz ging ihn in seinem Opernepos »Les Troyens«. In der Balletteinlage »Chasse royale et orage« beschreibt er bildmalerisch und poetisch die königliche Jagdgesellschaft, die in tosende Stürme gerät.

Hector Berlioz (1803–1869) »Chasse royale et orage«, aus »Les Troyens«
Dmitri Schostakowitsch (1906–1975) Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 Es-Dur op. 107
Albert Roussel (1869–1937) 2. Sinfonie B-Dur op. 23

Auch Dmitri Schostakowitschs Leben war geprägt von Stürmen. Die omnipräsente Angst, seine Musik könne dem Alleinherrscher Stalin nicht gefallen und ihn dadurch ins Gefängnis bringen, verfolgte ihn wie eine nachtschwarze Gewitterwolke. Ein Aspekt, der sich auch in seinem schwermütigen bis kampfeslustigen 1. Cellokonzert widerspiegelt.

Albert Roussel galt lange als »ewiger Außenseiter« der französischen Musik. Auch er sah sich zeit seines Lebens mit den unterschiedlichsten Stürmen konfrontiert, die ihn sowohl in der Marine auf hoher See als auch auf seinen Wegen als Komponist bedrohten. Dabei steht seine 2. Sinfonie sinnbildlich für seine Genese als Komponist – und mit einem Sturm der Musik legte er damit den Grundstein für sein ganz eigenes musikalisches Idiom.

Besetzung:

Dirigent Laurent Campellone

Violoncello Johannes Moser