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4. Sinfoniekonzert: Beginn der Ewigkeit

Congresshalle

Sonntag, 02. Februar 2020
Beginn: 11:00 (Einlass: 10:00) vor. Ende: 13:30
Montag, 03. Februar 2020
Beginn: 20:00 (Einlass: 19:00) vor. Ende: 22:30

Veranstalter: Saarländisches Staatstheater


4. Sinfoniekonzert: Beginn der Ewigkeit
Bildquelle: Veranstalter

Werke von Max Raimi und Gustav Mahler

 

Yoel Gamzou Dirigent, Carmen Seibel Mezzosopran, Saarländisches Staatsorchester

 

Max Raimi Three Lisel Müller Settings (2017), Deutsche Erstaufführung
Gustav Mahler Sinfonie Nr. 9

 

In der vorangegangenen Saison feierte das Konzertpublikum im 4. Sinfoniekonzert des Saarländischen Staatsorchesters mit frenetischem Beifall Yoel Gamzous Interpretation der von ihm rekonstruierten 10. Sinfonie Gustav Mahlers. Nun bringt Gamzou Mahlers gleichermaßen berührende, ja erschütternde 9. Sinfonie auf das Konzertpodium der Congresshalle. Die Neunte war die letzte Partitur, die Mahler vollendete, es ist, als würde Mahlers Lebenslied seinen Abschied singen. Der Komponist Alban Berg hat die Neunte mit folgenden Worten, denen hier kaum etwas hinzuzufügen ist, beschrieben: »Der erste Satz ist das Allerherrlichste, was Mahler geschrieben hat. Es ist der Ausdruck einer unerhörten Liebe zu dieser Erde, die Sehnsucht, in Frieden auf ihr zu leben, sie, die Natur noch auszugenießen bis in ihre tiefsten Tiefen – bevor der Tod kommt. Denn er kommt unaufhaltsam. Dieser ganze Satz ist auf die Todesahnung gestellt.«

Eröffnet wird das Sinfoniekonzert mit der Europäischen Erstaufführung der »Three Lisel Müller Settings« von Max Raimi, einem langjährigen Mitglied der Bratschengruppe des Chicago Symphony Orchestra.
Es ist schon besonders, dass ein so bedeutendes Orchester eine Komposition eines seiner Mitglieder zur Uraufführung (22. März 2018 unter Riccardo Muti) bringt. Max Raimi vertonte Gedichte der 1924 in Hamburg geborenen Lisel Müller, die mit ihrer Familie 1939 vor den Nazis floh, zunächst in Indiana landete und schließlich in Chicago ansässig wurde. Als sie 1997den Pulitzer Preis gewann, las Max Raimi in der New York Times ein Gedicht von ihr, das ihn packte und er schließlich das preisgekrönte Buch »Alive Together« kaufte und geradezu verschlang und 1998 die »Settings for Lisel Müller« komponierte. Es waren die starken Bilder ihrer Poesie, die ihn geradezu verfolgten, ihr tragischer Blick auf die Welt, der trotzdem voller Hoffnung war. Die Gedichte selbst sind thematisch vielfältig, mit »Eine Geschichte« über eine zerrüttete Ehe, »Eine unbeantwortete Frage« über eine Ureinwohnerin, die im 19. Jahrhundert in einem Käfig in London ausgestellt wurde, und »Hoffnung« über die Hoffnung selbst. Raimis Musik hat fast filmische Wirkung; sie ist aggressiv kräftig, kommt aber dennoch mit einer romantischen Geste daher.

 

Alle Informationen und Eintrittskarten finden Sie hier.


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